#LassDichÜberwachen | Der Burkhard aus PRISM IS A DANCER

Update

Wer mein Erlebnis lieber nachhören möchte, der kann das in meinem Podcast machen. Habe mal eine Spezial-Folge gemacht, um die Gefühle während der Aufzeichnung besser beschreiben zu können. Ich entschuldige mich für die Beleidigungen in Richtung Jan Böhmermann. Ich bleibe natürlich Fan.

Zur Podcast-Folge über #LassDichÜberraschen


Meine Geschichte

Wenn der Artikel erscheint, dann sollte die aktuelle Ausgabe meiner „noch“ Lieblingssendung „Neo Magazin Royale“ bereits in der ZDF Mediathek verfügbar sein. Es handelt sich dabei um eine PRISM IS A DANCER-Spezialfolge mit mir im Publikum. Ich, der seit über 10 Jahren im Internet doch sehr präsent ist. Meine vielen Spielwiesen im Internet können mir bestimmt zum Verhängnis in dieser Kategorie werden. Material gibt es bestimmt genug, doch das PRISM-Team hatte sich die perfekte Folter ausgedacht. Mehrfach in der Sendung und vor allem ganz am Anfang sprach mich Jan Böhmermann in der Sendung an und die Kamera wurde auf mich gerichtet. Eigentlich begann die ganze Auszeichnung mit einem „Burkhard“. Bei knapp 200 Gästen ist die Wahrscheinlichkeit, dass noch jemand im Publikum diesen Vornamen trägt, eher gering und ich war im absoluten Panik-Modus. Ich hatte es bestimmt mit einigen Tweets und Blog-Artikeln provoziert, aber so cool wie immer gedacht war ich nicht in der Lage zu reagieren.

Der Effekt der direkten Ansprache funktionierte und ich konnte die gesamte Sendung an nichts mehr denken außer „Gleich bin ich dran. Was könnte es sein? Was hat er gefunden?“ So saß ich über 60 Minuten panisch im Publikum und bereitete mich innerlich auf den Auftritt vor. Natürlich kam er nicht, doch die Folter war perfekt. Ich habe mich noch nie so ausgiebig mit meinen Internetaktivitäten auseinandergesetzt, wie in diesen 60 Minuten. Eigentlich war es sehr schade, denn es war mein erster Besuch im Neo Magazin Royale, aber so richtig genießen konnte ich die Show nicht. Hoffentlich haben wir nicht erst in drei Jahren wieder das Glück an Karten zu kommen.

Nach der Sendung

Als die Aufzeichnung vorbei war traute ich dem Braten noch immer nicht. Auch viele Bier später war ich maximal angespannt und im Kopf ratterten die Gedanken. Gerade im Bereich Affiliate-Marketing habe ich einiges ausprobiert und durch das Impressum ist das alles auf mich zurückzuführen. Natürlich hatte ich auch Angst um meine Online-Marketing-Agentur Contunda, die Jan Böhmermann als „Medien-Agentur“ bezeichnete. Jedoch wird in der Sendung niemand diffamiert, doch diese Art von Gedanken kamen erst nach der Sendung. Die Karten bekamen wir am 04.10.2017 und doch ging ich meine Aktivitäten der letzten zehn Jahre durch und stellte mir echt die komischsten Theorien zusammen.

Der Morgen danach

Ich habe eigentlich ganz gut geschlafen, aber der erste Gedanke war natürlich, dass die Folge heute ausgestrahlt wird. Natürlich bin ich gespannt auf Reaktionen von Freunden und Followern, aber gleichzeitig schwimmt noch immer ein Stück Ungewissheit mit und die macht mich echt wahnsinnig. Steffen und andere Arbeitskollegen sagen mir nur „Mimimi“, doch die 60 Minuten haben echt einen Druck ausgelöst, den ich vorher noch nie erlebt habe. Natürlich wäre nichts allzu schlimmes passiert, doch die ganze Zeit in dieser Ungewissheit in einem Fernsehstudio zu sitzen war tatsächliche eine großartig inszenierte Folter.

Die Ausstrahlung

Ich schreibe den Artikel gerade um 15.30 Uhr, aber ich werde stündlich ein wenig nervöser. Meine Pläne heute Abend sind natürlich abgesagt, stattdessen schaue ich mir die Sendung um Punkt 20.15 Uhr in der ZDF Mediathek an. Dieser Artikel wird „zufällig“ zur gleichen Zeit seinen Weg in das Internet und zu Twitter finden, um vielleicht einigen die Szenen doch zu erklären. Ansonsten viel Spaß bei der Entdeckung meiner Leichen im Keller, aber nach einer anstrengenden Recherche heute Vormittag würde ich beim nächsten Mal etwas entspannter in solch eine Sendung gehen. Wobei ich mir da nicht wirklich sicher bin.

Was viele nicht verstehen werden

Ich denke mal, dass die Zuschauer, die mich nicht kennen, diese Szenen nicht wirklich verstehen. Für die sitzt da ein normaler Typ im Publikum, dessen Name ein paar Male genannt wird. Wer mich aber kennt, der kennt auch meine Projekte im Internet und meine Social Media-Aktivitäten. Ich habe über 20 eigene Internetseiten ich nutze sämtliche Social Media-Kanäle, von mir gibt es viele YouTube-Videos und ein Google MyBusiness-Eintrag verweist direkt auf mein Zuhause. Ich mache es Menschen auf der Suche nach mir wirklich nicht schwer, aber ich verdiene damit auch mein Geld. Im Nachhinein war dies auch der Grund für meinen indirekten Auftritt, denn natürlich hätte ich meinen Firmennamen gesagt, hätte jedes Projekt mit „Geld verdienen“ erklären können und hätte jede Idee in Verbindung mit Marketingmaßnahmen gesetzt. Weil es eben auch so ist. Darum war mein Prank so genial durchdacht von dem Team, wobei die andere Theorie ist, dass ich das ganze nur meinem seltenen Vornamen zu verdanken habe. Wenn dies so war, dann vergesst die vorherigen 650 Wörter und es war ungewollt so effektiv.

Kleine Nebengeschichte

Im Vorraum zum Studio werden die berühmten Fotos in der Fotobox gemacht. Steffen und ich sollten typsiche Bewegungen aus unserem Arbeitsalltag nachstellen. Wir beide schrieben auf einer unsichtbaren Schreibmaschine. Der Typ aus dem Team riet meinen Beruf und lag mit seiner Antwort „Du machst was mit Social Media“ natürlich richtig. Auch da habe ich nicht an PRISM IS A DANCER gedacht, wobei auch hier natürlich die Begründung liegt.

Jetzt sollte jeder verstehen, warum auch ich ein T-Shirt am Ende der Show bekommen habe, wobei ich betonen möchte, dass ich für den Gang auf die Bühne aufgefordert werden musste, weil ich mich da doch nicht angesprochen fühlte. Aber ich habe mir das T-Shirt dann doch verdient, wobei ich in meinem Leben nie wieder in S passen werde.

Wären wir bei „Wünsch dir was“

Einen kleinen Moment der Vorfreude hatte ich doch kurz in mir, als ein Opfer einen „Film“ bekam. Als damals die Sache mit Jan Böhmermann und Erdogan war, habe ich einen Artikel über sein damaliges Urteil mit dem schwarzen Hamster geschrieben und habe das bei Facebook posten lassen. Daraufhin hatte ich 14000 Klicks auf dem sonst nur selten besuchten Tier-Blog. Die Geschichte fand ich damals sehr witzig von mir und auch weil viele Facebook-User darauf reingefallen waren und es lustige Kommentare gab. Die Geschichte über die Bedeutung des schwarzen Hamsters in Verbindung zu Erdogan kann hier nachgelesen werden.

Lähmende Panik

Schaue mir gerade die Sendung an und bin echt nicht überrascht, dass ich mich an einige Szenen echt nicht erinnern kann. Ich bemerkte heute morgen, dass ich echt keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte, aber dass es so schlimm war hätte ich dann doch nicht gedacht. Wenigstens einigen Twittern ist die Situation aufgefallen und das es echt unangenehm war. Aber dennoch ein großes Kompliment an das PRISM-Team für den perfekten Prank.

Der Tag nach der Ausstrahlung

Ich bin lange wach geblieben, um Hashtag-Monitoring zu betreiben und auf die vielen Kommentare in Richtung „Was war denn jetzt mit Burkhard?“ zu beantworten. Die Fans vom „Neo Magazin Royale“ sind einfach die besten und ich freue mich nun noch mehr Fans von der Sendung in meiner Timeline zu haben. Dennoch war ich bei einigen Kommentaren ziemlich paranoid und bin gerade auf Facebook meine neuen „Freunde“ der letzten zwei Monate durchgegangen. Jetzt will ich mich aber nicht wichtiger machen als ich bin und schließe dieses Kapitel nun ab, auch wenn ich bestimmt in den nächsten Wochen und Monaten bei einigen Aktivitäten daran zurückdenken werde. Der Spruch „Nicht wahr Burkhard?“ wird mich definitiv noch etwas verfolgen.

4 Kommentare
  1. Holger
    Holger says:

    Schön, das mal aus einer Zuschauerperspektive geschildert zu bekommen. Habe Deine Zeilen mit Neugier und Freude gelesen, nachdem ich grade die Sendung in der Mediathek geschaut habe.

    Den Vogel abgeschossen hat für mich der tanzende Burger-Mann. Köstlich! 🙂

    Beste Grüsse, Holger

    Antworten
    • Burkhard Asmuth
      Burkhard Asmuth says:

      Danke für deinen Kommentar. Ich fand einfach, dass mein „Auftritt“ in der Sendung nicht jeder verstehen würde und darum habe ich den Artikel geschrieben. Der Burger-Mann war tatsächlich ein Highlight und seine Moves sind einzigartig.

      Liebe Grüße zurück

      Burkhard

      Antworten
  2. Christian
    Christian says:

    Kann es sein, dass du Hypersensibel bist? Soviel Gedanken wie du dir darum machst.
    Ich würde damals, als ich noch Karten für die Show kaufen konnte, jedes Mal von Böhmi persönlich begrüßt und das Team kannte mich. Dann wurden irgendwann alle meine Karten storniert und ich konnte nie wieder welche kaufen. Naja, schade aber that‘s life.

    Lg Christian

    Antworten
    • Burkhard Asmuth
      Burkhard Asmuth says:

      Ich habe mir während der Show einige Gedanken gemacht und auch noch danach, aber ich denke nicht, dass das andere Zuschauer nicht auch so machen. Den Rest deines Kommentars verstehe ich in Bezug auf meinen Artikel nicht.

      Antworten

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