Beitragsbild: Warum die meisten Marketing-Strategien in der Schublade verschwinden – Burkhard Asmuth

Viele Unternehmen investieren mehrere tausend Euro in ein Strategiepapier und lassen es anschließend ungelesen in einem Ordner verschwinden, ohne dass sich im Alltag etwas ändert. In meinen Strategie-Workshops sehe ich immer wieder dasselbe Muster: Unternehmen haben bereits ein Strategiepapier, oft von einer früheren Beratung, das seit Monaten ungelesen in einem Ordner liegt. Die Marketing-Strategie Umsetzung scheitert dabei selten an der Idee selbst.

Das Grundproblem: Die falschen Personen im Raum

Ein Strategiepapier, das eine externe Person allein geschrieben hat, wird selten mit derselben Überzeugung umgesetzt wie ein Plan, den das Team gemeinsam erarbeitet hat. Wer die Umsetzung später verantwortet, sollte auch bei der Entstehung dabei gewesen sein, sonst fehlt am Ende die innere Zustimmung, die für die Umsetzung im Alltag nötig ist. Diese fehlende Zustimmung zeigt sich meist erst Wochen später, wenn das Tagesgeschäft wieder Priorität bekommt und niemand sich für die Strategie verantwortlich fühlt.

Zu viele Maßnahmen auf einmal

Ein zweiter häufiger Fehler ist die Menge: Strategiepapiere mit zwanzig oder mehr Maßnahmen werden in der Praxis selten vollständig umgesetzt, weil das Tagesgeschäft immer wieder dazwischenkommt. Drei bis fünf priorisierte Maßnahmen mit klarer Verantwortlichkeit werden dagegen deutlich häufiger tatsächlich abgeschlossen. Wer stattdessen versucht, alles gleichzeitig anzugehen, verliert häufig schon nach den ersten zwei Wochen den Überblick, welche Maßnahme welchen Fortschritt gemacht hat.

Fertiges Papier oder gemeinsamer Workshop: der entscheidende Unterschied

Ein fertiges Strategiepapier hat den Vorteil, schnell verfügbar zu sein und auf den ersten Blick professionell zu wirken. Der Nachteil zeigt sich erst später: Ohne Beteiligung des Teams fehlt die Verbindlichkeit, und Rückfragen zur Umsetzung bleiben oft unbeantwortet, weil die Autorin oder der Autor des Papiers nicht mehr eingebunden ist. Ein moderierter Workshop kostet zunächst mehr Zeit, liefert aber ein Ergebnis, das die Beteiligten selbst mitverantworten, weil sie die Priorisierung im Raum miterlebt haben.

Was ein Workshop anders macht als ein Papier

In einem moderierten Workshop entsteht die Priorisierung direkt im Raum, gemeinsam mit den Personen, die die Maßnahmen später umsetzen. Das kostet zunächst mehr Zeit als ein fertiges Strategiepapier zu bestellen, spart aber am Ende genau die Monate, die ein Papier sonst ungenutzt in der Schublade verbringt. Am Ende eines solchen Workshops steht keine umfangreiche Präsentation, sondern eine überschaubare Liste, die jeder im Raum versteht und mitträgt.

Wie sich der Fortschritt nach dem Workshop sichern lässt

Ein Workshop allein reicht nicht aus, wenn danach niemand den Fortschritt der vereinbarten Maßnahmen nachhält. Ein kurzer, monatlicher Check-in von fünfzehn Minuten reicht oft aus, um zu prüfen, ob die drei bis fünf priorisierten Punkte tatsächlich vorankommen, und um frühzeitig gegenzusteuern, wenn eine Maßnahme ins Stocken gerät. Dieser geringe Aufwand entscheidet häufig darüber, ob eine Strategie tatsächlich umgesetzt wird oder am Ende doch wieder in der Schublade landet.

Ebenso hilfreich ist es, die Verantwortung für jede der priorisierten Maßnahmen namentlich einer Person zuzuordnen, statt sie allgemein dem Team zu überlassen. Ohne diese klare Zuordnung bleibt am Ende oft unklar, wer für den nächsten Schritt zuständig ist, und die Umsetzung verzögert sich unnötig.

Auch die Wahl des Formats spielt eine Rolle: Ein Workshop von einem vollen Tag liefert selten bessere Ergebnisse als zwei kürzere Termine im Abstand von einer Woche, weil zwischen den Terminen Zeit bleibt, erste Ideen sacken zu lassen und mit klarerem Kopf weiterzuarbeiten. Diese Aufteilung hat sich in meiner Praxis über viele Projekte hinweg bewährt.

So entsteht am Ende ein Prozess, der sich wiederholen lässt, statt eines einmaligen Projekts, das nach Abschluss wieder in Vergessenheit gerät.

Auch die Dokumentation der Ergebnisse in einer einfachen, für alle zugänglichen Übersicht trägt spürbar dazu bei, dass eine Strategie im Alltag präsent bleibt.

Wie ein solcher Workshop für Ihr Unternehmen konkret abläuft, beschreibe ich auf meiner Seite zum Strategie Workshop Online-Marketing. Vereinbaren Sie gerne einen Termin, wenn Sie diesen Weg für Ihr Team gehen möchten.

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Über den Autor

Burkhard Asmuth

Burkhard Asmuth ist Gründer und Geschäftsführer der Contunda GmbH, Dozent, Speaker und Berater für Online-Marketing. Seit 2008 begleitet er Unternehmen bei SEO, Social Media und digitaler Sichtbarkeit, seit 2021 auch als Buchautor.

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