Beitragsbild: Warum Apotheken jetzt in ChatGPT und Google-KI-Antworten sichtbar werden müssen – Burkhard Asmuth

Viele Apotheken verlassen sich weiterhin ausschließlich auf eine gute Position bei Google Maps und merken nicht, dass ein wachsender Teil ihrer Kundschaft längst anders sucht. Bei der Expopharm habe ich einen Vortrag und Workshop zur digitalen Sichtbarkeit für Apotheken gehalten. Damals ging es vor allem um Google-Rankings. Inzwischen hat sich die Ausgangslage verändert: Immer mehr Menschen fragen nicht mehr bei Google, sondern direkt ChatGPT oder Perplexity, wenn sie ein Mittel gegen Kopfschmerzen suchen oder wissen wollen, welche Apotheke in der Nähe noch geöffnet hat. Apotheken Sichtbarkeit KI-gestützter Suchsysteme ist damit kein Zukunftsthema mehr, sondern eine Frage, die sich heute schon stellt.

Apotheken Sichtbarkeit KI: was GEO konkret bedeutet

Generative Engine Optimization, kurz GEO, beschreibt die Optimierung von Inhalten dafür, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Google AI Overviews oder Perplexity eine Website als Quelle zitieren oder eine Apotheke als Empfehlung nennen. Anfang 2026 erscheinen KI-Zusammenfassungen bereits bei über der Hälfte aller Google-Suchanfragen, mehr als doppelt so häufig wie noch Mitte 2024. Für Apotheken heißt das: Wer bislang nur auf eine gute Position bei Google Maps gesetzt hat, erreicht einen wachsenden Teil der Kundschaft gar nicht mehr, weil diese direkt eine KI-Antwort bekommt, ohne eine einzige Website zu besuchen.

Zero-Click ist für Apotheken kein abstraktes Problem

Die sogenannte Zero-Click-Rate, also der Anteil an Suchanfragen, bei denen niemand mehr auf ein Suchergebnis klickt, liegt bei KI-Zusammenfassungen mittlerweile zwischen 65 und 70 Prozent. Für eine lokale Apotheke bedeutet das nicht automatisch weniger Kundschaft, aber es bedeutet, dass die Empfehlung in der KI-Antwort über den ersten Kontakt entscheidet. Wird die eigene Apotheke dort nicht genannt, während zwei andere in der Umgebung es werden, verliert man einen Vorteil, ohne es zu bemerken, denn anders als bei einem schlechten Google-Ranking gibt es hier keine Statistik, die man regelmäßig prüft.

Wie, wo und wann eine Apotheke in KI-Antworten auftaucht

Eine Untersuchung von SparkToro und Gumshoe.ai aus dem Januar 2026 zeigt, dass ChatGPT und Google AI bei identischen Fragen in weniger als einem von hundert Fällen dieselbe Liste an Marken oder Anbietern nennen. Die Ergebnisse sind also nicht stabil, was Apotheken eine reelle Chance gibt, sich hineinzuarbeiten. Wichtig sind vor allem strukturierte, aktuelle Inhalte zu Öffnungszeiten, Notdienst und Leistungen, ein vollständiges und gepflegtes Google-Unternehmensprofil sowie Erwähnungen auf externen, vertrauenswürdigen Seiten wie lokalen Verzeichnissen oder der Apothekenkammer. Erste Zitierungen in ChatGPT oder Perplexity sind realistisch nach vier bis zwölf Wochen, eine stabile Präsenz dauert eher drei bis sechs Monate.

SEO oder GEO: warum es kein Entweder-oder ist

Ein Missverständnis, das mir häufig begegnet: GEO ersetzt klassisches SEO nicht, sondern baut darauf auf. Eine Website mit sauberer technischer Basis, echten Inhalten und gutem Google-Ranking hat auch in KI-Antworten die besseren Karten, weil die KI-Systeme diese Inhalte überhaupt erst zuverlässig lesen und einordnen können. Wer nur auf GEO setzt und die SEO-Basis vernachlässigt, verliert am Ende auf beiden Feldern. Ein praktisches Beispiel aus meiner Beratungsarbeit: Viele Apotheken pflegen ihren Notdienstkalender zuverlässig auf der eigenen Website, aber nicht in identischer Form bei Google oder in lokalen Verzeichnissen. Widersprüchliche Angaben führen häufig dazu, dass eine KI-Antwort lieber eine andere, konsistentere Apotheke nennt.

Was eine Apotheke in den ersten zwei Wochen konkret tun kann

Bevor eine Apotheke Geld in neue Maßnahmen steckt, lohnt sich der bereits erwähnte Selbsttest: typische Fragen der eigenen Kundschaft direkt an ChatGPT oder Perplexity stellen und dokumentieren, welche Apotheken genannt werden und welche nicht. Parallel dazu lohnt sich ein Abgleich von Öffnungszeiten und Notdienst zwischen eigener Website, Google-Unternehmensprofil und lokalen Verzeichnissen, denn schon kleine Widersprüche wirken sich messbar auf die Zitierhäufigkeit aus. Wer diese beiden Schritte in den ersten zwei Wochen umsetzt, hat bereits mehr getan als die meisten Wettbewerber in der Umgebung.

Wer diese Sichtbarkeit langfristig sichern will, sollte nicht auf den nächsten Google-Algorithmus-Wechsel warten, sondern jetzt mit dem einfachen Test beginnen, typische Fragen der eigenen Kundschaft selbst bei ChatGPT einzugeben. Genau mit dieser Ausgangslage arbeite ich in meiner KI-Sichtbarkeit GEO Beratung: ein ehrlicher Test, wo Ihre Apotheke oder Ihr Unternehmen aktuell in KI-Antworten auftaucht, und ein konkreter Plan, wie sich das ändert. Melden Sie sich gerne für ein unverbindliches Gespräch bei mir.

Passend dazu: GEO für den Mittelstand: Was eine KI-Sichtbarkeit-Beratung konkret liefert und Die häufigsten Fragen aus dem Publikum nach meinen Vorträgen zu digitaler Sichtbarkeit.

Über den Autor

Burkhard Asmuth

Burkhard Asmuth ist Gründer und Geschäftsführer der Contunda GmbH, Dozent, Speaker und Berater für Online-Marketing. Seit 2008 begleitet er Unternehmen bei SEO, Social Media und digitaler Sichtbarkeit, seit 2021 auch als Buchautor.

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GEDULD, SCHWEIẞ & WUNDE FINGER –
GELD VERDIENEN MIT EINER EIGENEN WEBSITE