Beitragsbild: ChatGPT, Perplexity und Co.: Welches KI-Tool sich für welche Content-Aufgabe eignet – Burkhard Asmuth

Der Markt an KI-Tools für die Content-Erstellung wächst so schnell, dass selbst erfahrene Marketing-Teams kaum noch den Überblick behalten. Ein KI-Tools Vergleich Content-Aufgaben lohnt sich deshalb weniger auf Ebene einzelner Produktnamen, die sich ohnehin ständig ändern, sondern auf Ebene der Aufgaben, für die ein Tool tatsächlich eingesetzt werden soll.

Textgenerierung: Wo Tools bereits zuverlässig helfen

Für erste Textentwürfe, Zusammenfassungen und die Umformulierung bestehender Inhalte liefern aktuelle KI-Tools inzwischen solide Ergebnisse, die mit wenig Nachbearbeitung nutzbar sind. Wichtig bleibt dabei immer eine fachliche Prüfung durch einen Menschen, weil auch gute Tools gelegentlich überzeugend klingende, aber inhaltlich falsche Aussagen produzieren.

Bildgenerierung: Gute Ergänzung, kein vollständiger Ersatz

KI-generierte Bilder eignen sich gut für Illustrationen, Konzeptideen oder Social-Media-Grafiken ohne konkrete Produktabbildung. Für Fotos des eigenen Ladengeschäfts, Teams oder echter Produkte bleibt echte Fotografie unverzichtbar, weil KI-Bilder hier schnell unpassend oder unglaubwürdig wirken und das Vertrauen in die Marke eher schwächen als stärken.

Planung und Organisation: Der unterschätzte Anwendungsfall

Neben Text und Bild lohnt sich KI-Unterstützung besonders bei der Organisation: das Sortieren von Ideen in einen Redaktionsplan, das Clustern ähnlicher Themen oder das schnelle Erstellen von Briefings für externe Dienstleister:innen. Dieser Bereich wird in vielen Unternehmen bislang kaum genutzt, obwohl der Zeitgewinn hier oft größer ist als bei der reinen Textgenerierung.

Wie eine sinnvolle Auswahl in der Praxis aussieht

Statt ein einzelnes, angeblich allumfassendes Tool zu suchen, empfiehlt sich meist eine kleine Kombination aus zwei oder drei spezialisierten Werkzeugen, jeweils für Text, Bild und Organisation getrennt. Diese Aufteilung liefert in der Praxis bessere Ergebnisse als der Versuch, alles mit einem einzigen Tool abzudecken, das in keinem der Bereiche wirklich stark ist.

Wie oft sich ein Vergleich der eigenen Tools lohnt

Da sich der Markt für KI-Tools weiterhin schnell verändert, lohnt sich ein erneuter Blick auf die eigene Toolauswahl etwa alle sechs Monate. Tools, die vor kurzem noch führend waren, werden regelmäßig von neuen Anbietern überholt, während andere Tools durch neue Funktionen plötzlich deutlich attraktiver werden. Ein Unternehmen, das diese Entwicklung im Blick behält, spart auf Dauer Kosten und Zeit, weil es nicht an einem einmal gewählten Tool festhält, obwohl inzwischen bessere Alternativen verfügbar sind.

Ein einfacher Weg, diesen Überblick zu behalten, ist eine kurze interne Liste, in der aktuell genutzte Tools mit ihrem jeweiligen Einsatzzweck dokumentiert werden. Diese Übersicht kostet wenig Aufwand, verhindert aber, dass Entscheidungen für neue Tools ohne Blick auf das große Ganze getroffen werden.

Warum der Preis allein kein gutes Auswahlkriterium ist

Ein teureres Tool liefert nicht automatisch bessere Ergebnisse als eine günstigere Alternative, besonders wenn die zusätzlichen Funktionen im eigenen Arbeitsalltag gar nicht benötigt werden. Sinnvoller ist es, anhand der drei genannten Aufgabenbereiche zu prüfen, welches Tool die eigenen tatsächlichen Anforderungen am besten erfüllt, und erst danach den Preis als entscheidendes Kriterium heranzuziehen, statt umgekehrt vorzugehen.

Wer diesen Rahmen als Entscheidungsgrundlage nutzt, trifft am Ende bessere und nachhaltigere Entscheidungen als beim reinen Vergleich einzelner Funktionslisten, die sich ohnehin innerhalb weniger Monate wieder ändern können.

Wie Testphasen die Entscheidung erleichtern

Die meisten Anbieter von KI-Tools bieten kostenlose Testphasen an, die sich lohnen, bevor eine längerfristige Lizenz abgeschlossen wird. Innerhalb einer zwei- bis vierwöchigen Testphase lässt sich meist zuverlässig einschätzen, ob ein Tool tatsächlich zu den eigenen Arbeitsabläufen passt, oder ob die anfängliche Begeisterung im Alltag schnell wieder nachlässt.

Ein Team, das solche Testphasen konsequent nutzt, trifft am Ende deutlich fundiertere Entscheidungen als eines, das sich allein auf Werbeversprechen oder Empfehlungen aus Foren verlässt, ohne das Tool selbst im eigenen Arbeitsalltag ausprobiert zu haben.

So bleibt die Entscheidung nachvollziehbar und lässt sich bei Bedarf auch gegenüber Kolleg:innen oder der Geschäftsführung gut begründen.

Welche Kombination für die Aufgaben Ihres Unternehmens am besten passt, erarbeiten wir gemeinsam in meinem KI Tools Marketing Seminar. Melden Sie sich gerne für einen Termin.

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Über den Autor

Burkhard Asmuth

Burkhard Asmuth ist Gründer und Geschäftsführer der Contunda GmbH, Dozent, Speaker und Berater für Online-Marketing. Seit 2008 begleitet er Unternehmen bei SEO, Social Media und digitaler Sichtbarkeit, seit 2021 auch als Buchautor.

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