
Viele Unternehmen verlassen einen Vortrag zu digitaler Sichtbarkeit mit dem Gefühl, das Thema verstanden zu haben, und merken erst Wochen später, dass die eigentlich entscheidenden Fragen offengeblieben sind. Nach jedem Vortrag bleibt deshalb Zeit für Fragen, und über die Jahre wiederholen sich bestimmte Themen auffällig oft. Diese Fragen digitale Sichtbarkeit Vortrag-Anlässen zeigen, welche Sorgen und Missverständnisse Unternehmen aktuell am meisten beschäftigen.
Ein gutes Google-Ranking reicht allein nicht mehr aus
Diese Frage kommt inzwischen fast bei jedem Vortrag. Meine Antwort: Ein gutes Ranking bleibt wichtig, reicht aber allein nicht mehr aus, weil ein wachsender Teil der Suchanfragen über KI-Zusammenfassungen beantwortet wird, ohne dass eine Website überhaupt angeklickt wird. Sichtbarkeit muss deshalb inzwischen auf zwei Ebenen gedacht werden, der klassischen Suche und den KI-Antworten, die zunehmend parallel nebeneinander existieren.
Wie Unternehmen die eigene KI-Sichtbarkeit selbst prüfen können
Ja, und genau das empfehle ich auch ohne Beratung: typische Fragen der eigenen Zielgruppe direkt bei ChatGPT oder Perplexity eingeben und beobachten, welche Unternehmen genannt werden. Dieser einfache Test liefert oft mehr Klarheit als lange Diskussionen über Marketingstrategie und lässt sich innerhalb von zehn Minuten durchführen, ganz ohne technisches Vorwissen.
Die Zeitspanne, bis sich sichtbare Veränderungen zeigen
Erste Veränderungen in KI-Antworten zeigen sich häufig nach vier bis zwölf Wochen, eine stabile Präsenz dauert eher drei bis sechs Monate. Wer sofortige Ergebnisse erwartet, wird enttäuscht, wer aber frühzeitig anfängt, hat gegenüber Wettbewerbern, die noch abwarten, einen spürbaren Vorsprung, der sich mit der Zeit weiter vergrößert.
Vorteile und Grenzen der eigenen Prüfung
Der Vorteil des Selbsttests liegt in der Geschwindigkeit und den fehlenden Kosten: Jedes Unternehmen kann sofort loslegen. Die Grenze liegt darin, dass ein einzelner Test wenig über die zugrunde liegenden Ursachen verrät, warum ein Wettbewerber genannt wird und das eigene Unternehmen nicht. Für eine belastbare Einschätzung braucht es meist mehrere Tests über einen längeren Zeitraum sowie einen Blick auf die technische und inhaltliche Struktur der eigenen Website.
Welche Rolle die eigene Website dabei weiterhin spielt
Eine häufig unterschätzte Erkenntnis aus den Nachfragen: Die eigene Website bleibt auch für KI-Sichtbarkeit die wichtigste Quelle, weil KI-Systeme bevorzugt aus Inhalten zitieren, die bereits klar strukturiert und eindeutig einem Unternehmen zuordenbar sind. Wer also zuerst die eigene Website inhaltlich und technisch in Ordnung bringt, schafft damit gleichzeitig die Grundlage für eine bessere Position in klassischen Suchergebnissen und in KI-Antworten.
Eine letzte häufige Frage betrifft die interne Zuständigkeit: Wer im Unternehmen soll sich um dieses Thema kümmern? Meine Erfahrung zeigt, dass es selten eine einzelne Person braucht, sondern klare Verantwortlichkeiten zwischen Marketing, Geschäftsführung und gegebenenfalls einer externen Beratung, damit das Thema nicht zwischen den Zuständigkeiten verloren geht.
Was Teilnehmer:innen nach dem Vortrag oft zurückmelden
Viele Teilnehmer:innen berichten mir Monate nach einem Vortrag, dass allein der einfache Selbsttest bei ChatGPT eine überraschende Wirkung im Unternehmen hatte, weil erstmals sichtbar wurde, wie das eigene Unternehmen im Vergleich zum Wettbewerb wahrgenommen wird. Diese Erkenntnis reicht oft aus, um interne Diskussionen über die eigene Sichtbarkeit neu anzustoßen.
Auch die Frage nach den Kosten kommt regelmäßig auf. Hier gilt: Die eigene Prüfung mit ChatGPT kostet nichts außer Zeit, eine strukturierte Analyse mit konkreten Handlungsempfehlungen dagegen bewegt sich im Rahmen einer üblichen Marketingberatung. Beide Wege schließen sich nicht aus, sondern bauen sinnvoll aufeinander auf.
Diese wiederkehrenden Fragen zeigen mir jedes Mal aufs Neue, wie groß die Unsicherheit beim Thema digitale Sichtbarkeit weiterhin ist, und wie viel bereits ein einziger, gut vorbereiteter Vortrag daran ändern kann.
Gerade weil sich die Technologie so schnell weiterentwickelt, lohnt sich ein regelmäßiger Austausch zu diesen Fragen, statt sie nur einmal im Jahr zu klären.
Wenn Sie diese Fragen für Ihre eigene Veranstaltung aufgreifen möchten, finden Sie die Details zu meinem Vortrag Digitale Sichtbarkeit und zum Vortrag KI-Sichtbarkeit auf den jeweiligen Seiten. Schreiben Sie mir gerne, um Termin und Format abzustimmen.
Passend dazu: KI-Sichtbarkeit in der Beratung: Wie Unternehmen in drei Monaten in ChatGPT auftauchen und GEO für den Mittelstand: Was eine KI-Sichtbarkeit-Beratung konkret liefert.

Über den Autor
Burkhard Asmuth
Burkhard Asmuth ist Gründer und Geschäftsführer der Contunda GmbH, Dozent, Speaker und Berater für Online-Marketing. Seit 2008 begleitet er Unternehmen bei SEO, Social Media und digitaler Sichtbarkeit, seit 2021 auch als Buchautor.

