Ich muss gestehen, dass dieser Artikel zu diesem Zeitpunkt seines Erschaffens noch keine Überschrift hat, denn dies wird erstmal eine Antwort auf einen Artikel, den mein Kumpel Jay Nightwind auf seinem Blog „Der Nachtwind“ über Google, Suchmaschinenoptimierung und Content geschrieben hat. Nach der Veröffentlichung seines Artikels schrieb er mich an und bat um eine Meinung. Eine kurze und schnelle Meinung bekam er bereits in Form eines Kommentars, aber über einige Sachen muss ich ihn doch noch hier in längerer Form belehren. Als leidenschaftlicher Blogger und Schreiberling begrüße ich seit Jahren die Veränderungen von Google, denn einige Vorwürfe von Jay gegenüber den Menschen, die Inhalte für die Suchmaschine erschaffen, stimmen einfach nicht mehr.

LEGO-Buchstaben

Ich brauche keine reißerischen Überschriften, denn ich habe LEGO.

Über 250 Rankingfaktoren entscheiden über Sichtbarkeit

Jay fordert „Macht Inhalte für Menschen!“ und genau dies möchte Google auch sehen und lesen. Wir produzieren bei Contunda die Inhalte für verschiedenen Branchen und punkten seit Jahren bei Google mit unserem lesbaren und informativen Artikeln. Der Schlüssel des Erfolges ist unter anderem die Verinnerlichung einiger Rankingfaktoren, die auch viel mit Lesbarkeit und Ästhetik zu tun haben.

Egal welche Absichten hinter einem Blog oder einer Webseite stecken, viele Rankingfaktoren werden automatisch und auch ohne Hintergrundwissen eingehalten und damit wird quasi automatisch eine Suchmaschinenoptimierung gemacht. Hier einige Beispiele für meinen Anspruch an einen guten Blog-Artikel:

Relevante Inhalte erschaffen

Die Bedeutung eines Textes misst Google mit so vielen Faktoren, so dass das Leberwurst-Beispiel von Jay nur noch schwer realisierbar ist. Google misst zum Beispiel die Verweildauer auf einer Seite, so dass viele Klicks auf einem Artikel in Kombination mit einer sehr kurzen Verweildauer auf der Webseite, die nicht für das vollständige Lesen des Inhalts reicht, eher negativ auf das Ranking einwirkt. Wenn also ein Leberwurst-Text auf einer Webseite mit dem Schwerpunkt Thermodynamik veröffentlicht wird, dann wäre es ein Armutszeugnis für andere Leberwurst-Seiten, wenn dieser eine Artikel tatsächlich besser gefunden werden würde. Ein weiterer Rankingfaktor ist nämlich auf die Anzahl der besuchten Seiten, die auf solch einem irreführenden Inhalt eher mäßig ausfallen sollte.

Wenn ein Thema von einem Autoren von A bis Z und aus allen Blickwinkeln bearbeitet wurde, dann hat  er große Chancen mit diesem Artikel bei Google gefunden zu werden. Doch dazu benötigt er weitere Texte aus dem Themenbereich und irgendwann auch Leser, die ihn im Bestfall verlinken oder den Artikel im Social Media teilen All diese Aktionen, die von einem Leser ausgeführt werden, müssen sich erstmal verdient werden. Dazu gehören Inhalte mit Mehrwert, ein sympathischer Auftritt und dies mündet irgendwann in dem Aufbau einer Online-Reputation, die wiederum viel mit Vertrauen zu tun hat.

Relevante Überschriften für die schnelle Orientierung

Google steht auf Überschriften und damit nicht nur auf den Titel eines Beitrages, sondern auch auf sinnvolle Zwischenüberschriften. Gerade bei längeren Artikeln werten sinnvolle Überschriften einen Artikel auf, denn sie helfen mir bei einem Scan, der am Ende entscheiden wird, ob ich mir die Zeit für einen Text nehme oder nicht. Diese Art von Gliederungen kennen wir alle aus Zeitungen, Zeitschriften und Hausarbeiten.

Externe und interne Links führen zu mehr Wissen

Es ist doch schön, wenn ein Artikel dem Leser weitere Impulse auf den Weg gibt, um sich über das gesuchte Thema weiter informieren zu können. Wenn mehrere Artikel aufeinander aufbauen und intern verlinkt sind, dann wird dem Leser eine Reise angeboten. Dies ist auch ein spannendes Thema für den Bereich „Digitale Lesen“,mit dem ich mich vor einigen Wochen hier beschäftigt habe. (Geschickt einen passenden internen Link eingebaut, der a) wirklich zu dem Thema passt b) einen weiteren SEO-Faktor erfüllt und c) zu einem interessanten Artikel führt.)

Bilder, Videos, Infografiken und mehr

Ein weiterer wichtiger Rankingfaktor ist der Einbau von Medien. Ein Bild, sinnvoll im Text eingebaut, lockert einen längeren Text etwas auf. Eine Infografik kann einen langen Text zusammenfassen und die Aufmerksamkeit während eines Scans auf den gesamten Text erzielen. Darüberhinaus wissen wir nicht, welches Medium unserer Leser bevorzugen und wenn wir Spaß an der Erstellung von Videos und Podcasts haben, dann können wir dies als Service anbieten. Mein Artikel über die Blog-Erstellung in 10 Schritten habe ich mit einer Grafik versehen und war sehr erfolgreich. Die Grafik hat im Social Media für Aufmerksamkeit gesorgt und dies hat mir Leser beschert. Auch hier habe ich Inhalte für Menschen gemacht, denn die Grafik sollte als Leitfaden dienen und den Menschen bei der Blog-Erstellung helfen. Gleichzeitig habe ich einen Rankingfaktor bedient.

Ausgefüllte Meta-Angaben helfen bei der Qual der Wahl

Meta-Angaben machen einen Treffer in der Suchmaschine attraktiv. Wenn mich dort jemand mit einer knackigen, interessanten und auffordernden Meta-Titel und einer passenden Meta-Beschreibung anspricht, dann klicke ich auf den Link und konsumiere die Inhalte.

Austausch und Feedback dank SEO

Jay schreibt auch, dass wir den Austausch mit Lesern suchen müssen, wenn wir Feedback bekommen wollen. Warum sollte wir denn dann sauer auf die Maschine sein, wenn die uns doch Austausch mit neuen und fremden Menschen ermöglicht? Den Vorwurf, dass der Mensch sich den Ergebnissen der Suchmaschinen unterordnet, verstehe ich nicht so ganz. Auf der einen Seite sind wir dankbar, dass Google uns die Suche nach Antworten und Wissen so erleichtert, aber andererseits ordnen wir uns bei emotionalen Themen und Problemen dann unter? Das macht keinen Sinn, weil die Suchmaschine ein Dienstleister ist, der Antworten auf gestellte Suchbegriffe und Fragen liefert. Ich sehe keine andere Möglichkeit diese Antworten zu liefern und die unglaubliche Vernetzung der über 250 Rankingfaktoren macht die Treffer immer besser und vor allem relevanter. Es gibt Methoden, wie die erfolgreiche Arbeit mit der WDF*IDF-Analyse bei der Erstellung von neuen Texten, die zeigen, wie die Treffer dahin gehend von Profis optimiert werden, in dem neue Inhalte mit noch mehr Wissen und den Anspruch der Vollständigkeit produziert werden.

Schwarze SEO-Schafe

Natürlich gibt es noch immer die Tricks, die qualitativ minderwertigen Inhalt vor hochwertigen Inhalten bei Google setzen, doch diese werden immer weiter ausgemerzt. Dazu gibt es regelmäßige Updates von Google. Ich teile die Abneigung von Jay gegen diese Überschriften mit leeren Versprechungen und billigen Lügen. Es sind Stilmittel des Verkaufens, mit denen ich mich nicht anfreunden kann, aber diese funktionieren im Verkauf noch immer sehr gut. Hier erwarte ich einfach eine Sensibilisierung der Nutzer und hoffe, dass dies eines Tages ausstirbt.

Geld verdienen mit Blogs

Zwei der drei Beispiele von Blogs, die angeblich keinen Wert auf SEO setzen, machen jede Menge für Google, auch wenn es vielleicht unbewusst ist. Jedoch wollen zwei der drei Beispiele auch Geld mit ihren Blogs verdienen, denn es finden sich Aufrufe zu Kooperationen, Vermarktung und Werbung auf den Seiten. Dies ist ihr absolutes Recht, denn in solchen Projekten steckt sehr viel Fleiß und Leidenschaft. Niemand muss seine Arbeit kostenlos zur Verfügung stellen. Manchmal fehlt einfach die richtige Idee für eine Monetarisierung eines Projekts, ohne seine Seele zu verkaufen und ohne seine Authentizität zu verlieren.

Thema YouTube und Mediakraft

Das Thema YouTube und die gezielte und organisierte Erstellung neuer Inhalte gehört in einen separaten Artikel, den ich vorher aber noch recherchieren muss, um mir hier ein Bild machen zu können. Ich kenne einige Bekannte, die bereits Workshops bei Mediakraft gemacht haben und habe schon von einigen Systematiken gehört, doch dazu ist mein Wissen aktuell zu lückenhaft, um auf diesen Bereich des Textes einzugehen.

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