Ich liebe die Möglichkeiten, die uns von Social Media Kanälen meistens kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Wir können uns mit Freunden, Bekannten und Geschäftskontakten vernetzen, austauschen und uns Anhänge schicken. Schon oft habe ich über meinen favorisierten Kanal „Twitter“ erzählt und diese Begeisterung hat sich am Wochenende wieder mit einer schönen Geschichte bestätigt, die ich später in diesem Artikel erzählen werde.

Was ist ein Social Media Manager?

IHK zu DortmundIch habe Anfang 2014 den IHK Abschluss zum „Social Media Manager“ bei der Business Academy Ruhr gemacht und in dieser Zeit wuchs meine Begeisterung für das Social Media immer weiter. Ein Social Media Manager ist im Rahmen der Unternehmenskommunikation für die Betreuung und Pflege der Social Media Kanäle zuständig. Er ist gleichzeitig der Community Manager, denn er ist auch für den Umgang mit den Interaktionen der Fans und Follower zuständig. Um diese Aufgaben des Kundendienstes ausführen zu können benötigt ein Unternehmen eine Strategie, um den zuständigen Mitarbeitern mit schneller Hilfe aus allen Bereichen des Unternehmens helfen zu können. Der Social Media Manager veröffentlicht auch den Content auf den Kanälen und ist im Entscheidungsprozess über die Erstellung neuer Inhalte für das Online-Marketing eingebunden.

Die Ziele eines Social Media Managers

Die Ziele sind eindeutig,denn die Pflege der Social Media Kanäle soll verschiedene Ziele erfüllen. Es fängt grundsätzlich mit der Steigerung der Reichweite und den Aufbau einer Community an. Je mehr Fans oder Follower ein Unternehmen hat, desto größer die Chance durch favorisierte und geteilt Inhalte mehr Menschen zu erreichen. Daneben soll die Wahrnehmung und das Ansehen eines Unternehmens gefestigt und verbreitet werden. Über Social Media Kanäle ist es meistens einfacher Einblicke in das Innenleben eines Unternehmens zu geben, als über eine Webseite, Firmen-Newsletter oder gar Firmen-Magazin. Das Social Media gibt dem Unternehmen eine Persönlichkeit und in vielen Fällen auch ein Gesicht oder gar einen Namen. Damit meine ich Kanäle von Unternehmen, die ihren Social Media Manager mit einem Namenskürzel arbeiten lassen. Auf der Facebook-Seite von LIDL grüßt eine Jessica, die Deutsche Bahn hat auf Twitter gleich 19 Ansprechpartner bei Twitter mit Namenskürzeln definiert und die Stadt Essen antwortet bei Stadt Essen bei Facebook und bei Stadt Essen bei Twitter immer mit einem Namenskürzel.

Meine ersten Schritte

Das erste Unternehmen habe ich bereits 2008 im Social Media betreut und habe damals die Kanäle bei Facebook, Twitter und Pinterest betreut. Eine Mischung aus Content-Marketing und dem Aufbau der Community im Social Media führte damals zu einem Anstieg auf der Unternehmenswebseite. Ich führte meine ersten Bilder-Wettbewerbe, Gewinnspiele und Umfragen durch, um mehr Fans und Follower zu gewinnen. Außer meinem angemessenen Gehalt eines Studenten bekam ich kein weiteres Budget, so dass alles Handarbeit war. Heute nimmt dieses Unternehmen viel Geld in die Hand, um seine Follower-Zahlen zu beschönigen, aber leidet in meinen Augen unter einer niedrigen Interaktionsrate und einer unpersönlichen Strategie.

Als Julian und Ich die Online-Marketing Agentur Contunda gegründet haben, gehörte das Social Media zu unserem festen Angebot für unsere ersten Kunden. Nur wenige Unternehmen, mit denen wir in den fast drei Jahren arbeiten dürfen oder durften, haben die Bedeutung von Social Media verstanden. Wir können noch so oft von erfolgreichen Verkäufen, erfolgreicher Kundenakquise und Mitarbeiterakquise berichten, das fehlende Verständnis bleibt oft bestehen. Gleichzeitig loben diese Unternehmer meine Präsenz in den Kanälen und folgen mir sehr begeistert. Wenn ich ihnen dann sage, dass auch meine „privaten“ Kanäle für die Außendarstellung von Contunda verantwortlich sind, dann schaue ich in verwirrte Gesichter. Natürlich stehen die Gründer eines Unternehmens auch auf privaten Kanälen für das eigene Unternehmen.

word-cloud-639317_640Warum Social Media?

Das Social Media bietet unzählige Möglichkeiten für die Verbreitung von kreativen Inhalten. Gleichzeitig sind es Kommunikationskanäle, um Feedback von Kunden und Fans zu bekommen. Als Social Media Manager mit viel Vertrauen von seinem Auftraggeber kann und muss dieser kreativ arbeiten und mit den Kunden und Fans kommunizieren. Ich weiß, dass mein kommendes Beispiel nicht gerade die schwierigste Branche ist, aber die Inspiration dieses Artikels ist meine absolute Begeisterung für meine neue Tätigkeit als Social Media Manager von Tusem Essen. Ich durfte vor 2 Wochen den Twitter-Kanal des Vereins aus dem Tiefschlaf holen und fleißig twittern. Unter den Hashtags #handballimrevier, #dhbpokal und #2hbl mache ich an Spieltagen ordentlich Lärm. Eine tolle Geschichte, die auch wieder für das Großartige an diesem Job steht, kommt jetzt.

Jungen Fan glücklich gemacht

Ich sitze übrigens die ganze Saison von Tusem im Block B in der Reihe 3, falls mich mal wieder jemand suchen sollte. Am ersten Spieltag der 2. Bundesliga bekam ich ein Selfie von einem Fan rein, welches ich mit einem Retweet belohnte. Dieser schrieb daraufhin, dass ihm das Spiel großen Spaß machte und er sich über die vielen Tweets freue. Anschließend postete ich ein Bild von dem Block, in dem ich den Fan vermutete. Dieser bestätigte meine Vermutung und fragte plötzlich bei Twitter, ob ich der Mann in dem schwarzen T-Shirt sei. Er hatte Recht und freute sich gemeinsam mit seinem Kumpel, dass er über Twitter so schöne Reaktionen bekam. Nach dem Spiel schrieb er über Twitter, dass sich die Karten gelohnt haben und er mit Sicherheit zum nächsten Heimspiel wieder in der Halle sei. (Soviel zu den Zielen dieser Social Media Strategie.)  Genau diese Geschichte ist Grund für meinen nächsten Abschnitt.

Kreatives Arbeiten auf vielen Kanälen

Vor einiger Zeit durfte ich das Social Media für eine Messe machen. Dies bedeutete, dass ich auf der Messe unterwegs war, um für Facebook, Twitter und weitere Kanäle den Content zu erstellen, um quasi live zu posten. Geichzeitig überwachte ich den Content, den die Aussteller und Besucher erstellten, um diesen zu liken oder zu teilen. Ein besonderes Highlight war der Einsatz einer Fotobox, die ich am Service-Schalter aufstellte. Mit dem „Social Media Sharing“-Paket der Fotobox von Happybooth motivierte ich die Messebesucher zu Content, den sie direkt im Social Media teilen konnte. Diese Art der Messe-Gadgets nutzen auf der DMEXCO bereits die großen Big-Player der Branche Facebook, Twitter und Google. Solche Projekte und Aktionen sind im Social Media möglich, wenn der Kunde dazu passt und dem Social Media Manager die nötige Freiheit gegeben wird, auch kreativ arbeiten zu können.

Social Media ist keine Einbahnstraßenkommunikation

Diese Geschichte hat es doch wieder bestätigt, dass viele „Prominente“, große Vereine und Institutionen ihren Auftritt im Social Media ohne Strategie durchführen. Ein Teil der Strategie kann auch die Kommunikation, der Austausch und die Interaktionen mit seinen Fans sein. Ich habe in 2 Wochen viele Nachrichten über Twitter bekommen, dass sich User darüber freuen, dass der Verein ihnen nun folgt. Es geht es doch um den Austausch mit den Fans, so müssen wir diese kennenlernen, um sie als Kunden (Ticketkäufer, Merchandising, Multiplikatoren) glücklich machen zu können. Das Feedback der Fans kann auch mal ohne Hashtag oder Erwähnung bei Twitter rausgehauen werden, aber wie will ein Verein oder eine Person dieses Feedback jemals lesen, wenn er seinen Kunden und Fans nicht auch folgt? Beobachtet mal die Twitter-Accounts der Accounts mit blauen Balken. Am Wochenende habe ich auf eine Werbeanzeige von Amazon Instant Video auf Twitter geantwortet, in der es sinngemäß hieß: „Folgt uns jetzt bei Twitter, um nicht die 1. Folge von Fear the Walking Dead zu verpassen.“ Ich antwortete mit folgendem Inhalt: „Liebes Team von Amazon Instant Video, folgt mir, um kein Feedback zu Fear the Walking Dead zu verpassen.“

Normalerweise fordere ich niemanden auf zu folgen, aber weil der Account bis dato fast ausschließlich Accounts mit blauen Haken (Offizielle Accounts von Serien, Produktionsfirmen, weitere Amazon-Accounts) folgte, war ich gespannt auf die Reaktion. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sich da noch was tut, aber der Account erwachte, folgte mir und schrieb, dass sie sich über mein Feedback freuen werden. Jetzt bin ich in der Pflicht, diese heute noch auf Sinnexplosion zu veröffentlichen. 😉 Zu diesem Zeitpunkt folgte ich dem Account von Amazon nocht nicht, aber dies habe ich nachgeholt, auch weil ich ein zufriedener Kunde bin. (Jetzt wäre der optimale Zeitpunkt für einen Affiiate-Link. ^^)

Mein Traum-Auftraggeber

The Rock Dwayne Johnson

Immer wieder Wrestling.

Vor einigen Wochen habe ich hier von meinem absoluten Best Practice Beispiel auf allen Kanälen berichtet. Es ist die WWE, die größte Wrestling-Liga der Welt. Jeder Social Media Interessierte sollte sich deren Arbeit einmal anschauen, denn die bespielen wirklich jeden Kanal höchst professionell und erzielen bei YouTube mit Sicherheit viele Millionen Dollar an Einnahmen. Dafür produzieren sie eine Menge kostenlose Videos, exklusive Inhalte, private Einblicke hinter die Kulissen und vieles mehr. In Deutschland machen es die großen Fußballvereine auch immer besser, aber was die Jungs aus Amerika da machen ist eine ganz andere Klasse. Es ist kein Geheimnis, dass ich seit über 20 Jahren die WWE verfolge, zwar nicht mehr regelmäßig, aber die großen Veranstaltungen schaue ich mir noch gemeinsam mit Freunden, die das ebenfalls so lange gucken, noch an. Demnächst kommt auch wieder das neue Spiel für die Playstation* raus, welches wir dann wieder gemeinsam spielen werden. (Diese Platzierung eines Affiliate-Links war jetzt sogar für mich etwas billig, aber vielleicht interessiert es jemanden. ^^) Vielleicht stellt mich die WWE mal für einen Auftritt in Deutschland ein oder TELE5 sucht mal das Gespräch mit mir und wir werden den nächsten Besuch der WWE in Deutschland ordentlich für die deutschen Fans rocken. Ich koste für solch einen Auftritt nicht mehr als die Fahrtkosten, die Eintrittskarte und je nach Entfernung die ein bis zwei Nächte in einem Hotel. 🙂

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„Vielen Dank für das Vertrauen.“

Aber auch Tusem Essen entwickelt sich zu meinem absoluten Traum-Auftraggeber, weil ich Teil einer großen Begeisterung und Leidenschaft in diesem Verein geworden bin. Bei Twitter darf ich im Moment noch machen was ich will, die Kommunikation stimmt und mein Support wird auch immer schneller, weil ich nicht mehr alles nachfragen oder recherchieren muss. Die wichtigste Frage, die über Social Media Kanäle kommen kann, muss doch schnell beantwortet werden: „Gibt es für heute Abend noch Karten?“ (Social Media = Verkaufskanal, ein Thema für den nächsten Artikel.)

*Affiliate-Link zu Amazon
Bildquelle: Pixabay-User narciso1
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