yes-238371_1280 (1)Ich erlebe es immer häufiger, dass Nutzer von Facebook konsequent bei allen Veranstaltungen, die von Facebook-Freunden erstellt und geteilt werden, zusagen. Am Tag der Veranstaltung kommt dann die Absage und dies ist auch völlig in Ordnung, aber es gibt einen Weg, den ich nicht ganz so gelungen finde. Es ist der Weg von der Zusage bis zu der Absage, der fast schon zur eigenen Social Media Strategie gehören könnte. Ich spreche mich davon nicht frei, denn ich grüße auch gerne via Twitter die Bekannten auf Veranstaltungen mit dem passenden Hashtag und habe dabei den kleinen Hintergedanken von der zusätzlichen Reichweite. Aber das ganze kann auch noch in regelmäßiger Perfektion durchgeführt werden, doch manchmal ist es eher auffällig und wird auch lästig.

Schritt 1: Die Zusage

Bei Facebook wird nicht nur zugesagt und geschwiegen, sondern das eigene Erscheinen wird entweder als Facebook-Posting oder in der Gruppe der Veranstaltung angekündigt. Die Reaktionen sind Interaktionen.

Schritt 2: Die Absage

Am Tag der Veranstaltung wird abgesagt, aber nicht still und heimlich, sondern mit großen Getöse. Natürlich ist es immer ein beruflicher oder ein krankheitsbedingter Grund, damit es auch hier wieder Aufmerksamkeit gibt. Auf der einen Seite ist ein spontaner beruflicher Grund, gerade bei Selbstständigen, immer ein Anzeichen von Erfolg, denn der Absagende ist gefragt. Auch eine Krankheit wird mindestens dafür sorgen, dass es viele Genesungswünsche in den Social Media Kanälen gibt. Hier bleibt der Absager eine Weile im Gespräch und bekommt seine Interaktionen.

Schritt 3: Das Bedauern

Während und nach der Veranstaltung wird die Absage bedauert und eigentliche wäre die Anwesenheit so schön gewesen. Auch hier wird wieder fleißig geliked und kommentiert. Es wird versprochen, dass mit der Anwesenheit bei einem nächsten Termin gerechnet werden kann.

Keine kluge Social Media Strategie

Strategie ist eben Strategie und unter dem Motto „Jedem das Seine“ kann sich jeder im Social Media präsentieren wie er will. Ich kann mich auch nicht davon freisprechen, dass ich dieses Verhalten schon an den Tag gelegt habe, aber da war mir diese Art der Strategie nicht bewusst. Ich kann dieses Verhalten keinem empfehlen, denn es fällt irgendwann auf, gerade wenn der Kreis der Teilnehmer immer aus einem festen Fundament besteht und diese Nutzer mehrere der Veranstaltungen aus der gleichen Branche besuchen.

Facebook-Veranstaltungen sage ich oft zu, damit mich Facebook an diesen Termin erinnert, aber ich kündige mein Erscheinen nicht an, wenn ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit einer Absage recht hoch ist. Ich finde nur dieses wiederholende Verhalten nicht so clever und auch etwas verwerflich.

Bildquelle: Pixabay-User geralt
2 Kommentare
  1. Harald sagte:

    Wenn du bei Facebook oder Xing an eine Veranstaltung erinnert werden möchtest, reicht doch ein „Vielleicht“ – „Zusage“ ist nicht nötig. Dann ist der Veranstalter nicht über viele nicht erscheinende Leute sauer und man sieht die Termine in der eigenen Terminliste.

    Ansonsten sehe ich Leute, die regelmäßig zusagen, da noch Bohei drum machen und nicht auftauchen, ähnlich.

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