Auf der Suche nach dem Königsweg.

Der beste Blog-Artikel der Welt

Burkhard Asmuth auf dem StuhlIch habe gestern einen Artikel auf bloggerabc gelesen. (Link zu dem Artikel weiter unten.) Dort geht es um die Länge von Blog-Artikeln. Der Fokus des Artikels liegt dabei nicht auf der SEO-Sicht, sondern auf der Qualität des Textes.

Aus der Sicht der Suchmaschinenoptimierung ist klar, dass ein langer und ausführlicher Artikel die besten Chancen auf gute Rankings hat. Dabei gilt es, das Thema von allen Seiten zu beleuchten und den Leser mit nahezu allen Informationen zu versorgen. Dazu empfehle ich als Anschauungsbeispìel die Ratgeber auf Zalando. Doch für einen Blogger gelten andere Regeln.

Der perfekte Blog-Artikel

Ein Blog-Artikel sollte sich immer mit einem Problem beschäftigen und dieses lösen. Zu diesen Problemen gehört auch das Bedürfnis der Unterhaltung. Dann hat dieser Artikel einen Nutzen für den Leser. In diesem Artikel werden Leser entweder den besten Blog-Artikel der Welt suchen oder diesen hier erwarten. Vielleicht erwarten Sie auch das Rezept, um den perfekten Blog-Artikel zu schreiben.

Wenn ein Blogger meint, dass er ein Thema, für den Leser brauchbar, in wenigen Worten beschreiben kann, dann soll er das machen. Der Schrei nach mehr professionellen Blogs ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt, denn wie viel Aufmerksamkeit bekommen denn bitte unprofessionelle Blogger? Die Blogger mit viel Einsatz, Mühe und Fleiß setzen sich durch. Sie setzen sich auch ohne SEO-Absicht am Ende durch und bauen sich eine Leserschaft auf. Die schönsten DIY-Blogs setzen ausschließlich auf Bilder und kaum Text. Erfolgreiche News-Blogs schreiben kurz und knapp und verlinken auf große Seiten mit mehr Informationen.

Gerade die Social Media Kanäle spielen damit, dass Inhalte, mal lang oder mal eher kurz gehalten, den Weg zu den Lesern machen.

Hier ein Beispiel:

Film-Rezension auf Twitter:

„Habe gerade Birdman gesehen. Toller Film. Verdiente Oscar-Chancen. #moviejunkie #kino“
(121 Zeichen von möglichen 140 bei Twitter.)

Film-Rezension auf Facebook:

War gerade mit XY im Kino. Wir haben uns den Film „Birdman“ angesehen. Der beste Film seit langer Zeit. Für mich klarer Favorit für den Oscar „Bester Film“. (Link zum Trailer angehängt.)

Film-Rezension im Blog:

Eine kurze Beschreibung des Inhalts. Dazu Meinungen zum Aufbau der Handlung und die Leistung der Schauspieler. Links zu der Wikipedia-Seite des Schauspielers mit Andeutung auf weitere Filme. Analyse der Chancen für den Gewinn eines Oscars im Vergleich zu den Konkurrenten. Darunter eine Bewertung mit verschiedenen Kriterien. Im Artikel ist der Trailer eingebaut und der Link zu der offiziellen Webseite des Films. Persönliche Meinung zu dem Film gemischt mit Gefühlen während und nach dem Kinoerlebnis. Kleiner Exkurs zu der Qualität des Kinos. (Mindestens 400 Wörter)

Alle drei Plattformen funktionieren anders, aber die Aussage ist immer die gleiche: Toller Film. Unbedingt ansehen. Sollte den Oscar gewinnen.

Das gleiche könnten wir jetzt auch mit Videos machen, die auf Vine (6 Sekunden), Instagram (15 Sekunden) und ganz aktuell Twitter (30 Sekunden) unterschiedliche Begrenzungen haben.

Qualität hat nichts mit der Wörteranzahl zu tun

Auf der Suche nach dem perfekten Blog.

Auf der Suche nach dem perfekten Blog.

Genau so ist es auch bei oder Bloggern. Wenn der Anspruch ist, durch qualitativ hochwertige Artikel den Leser bei einem Problem zu helfen, dann schafft er das meistens nicht in wenigen Worten. Wenn es um reine Informationen geht, dann kann er auch weiterverweisen. Im Affenblog wird die Empfehlung ausgesprochen, mindestens 1000 Wörter zu schreiben, um genau ein Problem zu lösen. Doch das sehe ich, genau wie Daniela Sprung von bloggerabc ,anders.

Es ist gar keine Kritik an Vladislav Melnik von Affenblog, sondern eher die Bitte dies nicht zu verallgemeinern. Gerade im Hinblick auf den Wunsch, eine professionelle Blog-Landschaft in Deutschland vorfinden zu wollen, ist diese Empfehlung gefährlich. Ich sehe den motivierten Blogger vor mir, der gerade eine Bastelanleitung geschrieben hat und eine Wörteranzahl von 600 Wörtern vorfindet. Er liest die 1000 Wörter Empfehlung und fängt an zu schwafeln. Aus kurz, knackig und feurig wird langweiliges blablabla, die Anleitung wird schwammiger und die Qualität sinkt mit jedem Wort.

Definition eines hochwertigen Blog-Artikels

Wir sollten einen hochwertigen Blog-Artikel anders definieren. Ein Blog-Posting, mit der Intention ein Problem zu lösen, sollte das zu lösende Problem ernst nehmen. Dazu gehört eine detailreiche und facettenartige Auseinandersetzung mit dem Problem, ein logischer Lösungsweg und eine verständliche Lösung, die der Leser nachvollziehen und umsetzen kann. Wenn dies gelingt, dann ist ein hochwertiger Blog-Artikel geschrieben worden.

6 Antworten
  1. A. Behling
    A. Behling says:

    Ich weiß. eigentlich bringt es gar nichts, so zu antworten, wie ich es jetzt und hier tue: Bravo! Vollkommen richtig und ganz meiner Meinung.

    Eine Vorgabe, dass man nur dann gute Blogartikel geschrieben hat, wenn man mindestens 1000 Worte verwendete, ist recht fragwürdig. Mir persönlich sind kurze und knappe, trotzdem das Thema umfassend behandelnde Artikel lieber, als auf 1000 Wörter aufgeblähte, nichts sagende und sich inhaltlich ständig wiederholende Artikel.

    Und wenn ich auf dem eigenen Blog die Artiekl ansehe, liegen die erfolgreicheren Artikel definitiv unter 1000 Worten…

    Antworten

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  1. […] soll denn dieser Titel wieder? Nachdem ich gerade erst den Besten Blog-Artikel der Welt veröffentlicht habe, lasse ich den Blog jetzt auch noch tanzen? Verrückter Kerl. Aber wessen […]

  2. […] Mehrwert erzeugt, halte ich für den falschen Ansatz. Er geht speziell auf Twitter ein , weil ich hier aufgezeigt habe, dass Content mit Mehrwert sowohl auf Twitter als auch auf Facebook mit weit weniger […]

  3. […] von bloggerabc hat hier über ihre Sichtweise geschrieben. Und Burkhard hat sich hier ihr […]

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