Moderner Computer in einem alten Gewand

Blogparade zum Thema „Flow“

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Ich wurde via Email zu einer Blogparade eingeladen. Karl der Lebenskünstler hat mir diese Einladung geschickt und da mache ich doch glatt mit. Das finde ich erstmal super, doch wenn das Thema dann auch noch zu meinem aktuellen Thema „NaNoWriMo“ wie die Faust aufs Auge passt, dann mache ich da doch glatt schon heute Abend mit. Ich kenne den Flow natürlich auch von der Arbeit, wenn mich ein spannendes Projekt fesselt, aber meine erste Intention war tatsächlich das Schreiben. Das Zuhause der Blogparade ist HIER und dies ist meine Geschichte:

Der Flow – Wenn die Wörter endlos fließen

Ich habe in  meinem Artikel über den National Novel Writing Month erzählt, dass ich am letzten Abend noch 12000 Wörter schreiben musste. Auch wenn der Schreibwettbewerb bereits mehrere Schreib-Flows verursachte ist mir dieser Abend im Kopf geblieben. Es ging damals um einen Mann auf der Suche nach seiner entführten Tochter. Ich hatte in der Zeit großen Spaß daran mir Charaktere auszudenken. Das Problem an diesem Spaß war aber ein Stillstand in der Entwicklung der Geschichte. Irgendwann an dem Abend beschloss ich das Ende der zahlreichen Geburten neuer Charaktere. Meine Hauptfigur sollte nun innerhalb der letzten 8000 Wörter seine Tochter finden und dann sollte der Rahmen der Geschichte fertig sein. Ich schrieb und schrieb. Die mit Mühe erdachten Charaktere, von denen einige viel zu lange Nebenhandlungen besaßen segneten das Zeitliche, denn es sollte Blut fließen. Mein Charakter machte eine Entdeckung nach der nächsten, bekam immer mehr Informationen und endlich den entscheidenden Hinweis auf den Aufenthaltsort der Tochter und den Entführer. Nun war ich als Schreiber komplett im Tunnel und schrieb das Ende. Der große Showdown zwischen dem verzweifeltem Vater und dem skrupellosen Entführer verlief ähnlich wie die Endkämpfe zwischen James Bond und seinen Ich-erobere-die-Welt-Gegenspielern. Laber, Laber, Laber. Die beiden knallten sich die Wörter um die Ohren, Pläne wurden aufgedeckt, neue Familienverhätlnisse kamen an das Tageslicht und am Ende musste natürlich einer der beiden sterben. Wer gestorben ist wird nicht verraten, vielleicht wird dieses Manuskript nochmal angefasst.

Der Schreib-Flow, besser bekannt als der Schreib-Wahn

Als Julian und Ich am NaNoWriMo teilnahmen haben wir uns oft über diese Flows unterhalten. Wenn sich der Tunnel um einen bildet und die Wörter fließen. Vielleicht kennt jemand die Szene der Serie „Californication“ in der Autor Hank Moody vor dem blinkenden Strich auf dem leeren Dokument am Computer sitzt. Er kifft und schüttet sich Whisky hinein, doch nichts hilft gegen die Schreibblockade. Doch wenn der Flow einmal eingesetzt hat und dich in seinen Bann gezogen hat, dann ist das Pensum nicht nur erreicht, sondern dann stehen da am Ende 52000 Wörter auf dem Papier.

So war es damals bei mir.

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